Eidgenössische Volksinitiative «Naturpersonifizierungsinitiative»

Naturpersonifizierungsinitiative



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Wer der #Natur schadet, müsse verklagt werden können: Alt #SP-#Nationalrat Hans Widmer und Hansruedi Aregger vom Forum Ethik und Ökologie fordern, dass die Natur eine #juristische #Person wird.https://t.co/LJ5Tdb5E10

— Luzerner Zeitung (@LuzernerZeitung) December 26, 2022

Die Volksinitiative lautet:

Environmental personhood

Die Naturpersonifizierungsinitiative fordert, dass wer der Natur schadet, verklagt werden können soll! Die Natur soll eine juristische Person werden.

Umweltpersönlichkeit oder juristische Person sind ein Rechtsbegriff, der bestimmten Umweltorganisationen den Status einer juristischen Person verleiht. Dadurch werden diesen Einheiten die Rechte, Schutzrechte, Privilegien, Verantwortlichkeiten und die rechtliche Haftung einer Rechtspersönlichkeit übertragen. Da Umweltsubjekte wie Flüsse und Kraftwerke sich nicht vor Gericht vertreten können, kann ein „Vormund“ im Namen des Rechtssubjekts handeln, um es zu schützen.[1] Die Umweltpersönlichkeit entstand aus der Weiterentwicklung der rechtlichen Ausrichtung auf den Schutz der Natur. Im Laufe der Zeit hat sich der Schwerpunkt von menschlichen Interessen an der Ausbeutung der Natur über den Schutz der Natur für zukünftige menschliche Generationen hin zu Konzepten entwickelt, die es ermöglichen, die Natur als an sich wertvoll zu schützen.[2] Dieses Konzept kann als Mittel zur Erkennung der Beziehungen indigener Völker zu natürlichen Einheiten wie Flüssen verwendet werden.[3] Umweltpersönlichkeit, die der Natur (oder Aspekten davon) bestimmte Rechte zuweist, bietet gleichzeitig Einzelpersonen oder Gruppen wie indigenen Völkern die Möglichkeit, ihre Menschenrechte zu erfüllen.